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Freitag, 19. März 2010
Home-shopping
Freitag, 19. März 2010
So, heute ist Freitag, und ich freue mich auf einen Wochenendtrip nach Hause.
Zeit, um mich unter anderem wieder mit einigen Dingen einzudecken, von denen ich nicht dachte, dass ich sie einmal vermissen würde: Malzbier zum Beispiel und Leberwurst, Nussyoghurt und Corned Beef ... ja, wirklich: Corned Beef, denn ich gehöre zur Minderheit der Spezies, die sehr gerne Labskaus essen (jedenfalls nach Mama’s Rezept). :-)
Es ist ja nicht so, dass man diese Dinge nicht vielleicht auch hier irgendwo bekommt, aber man muss immer so viele verschiedene Läden abklappern, bis man endlich alles beisammen hat, was man braucht. So etwas wie gehackte Mandeln findet man im dritten, Mascarpone vielleicht im vierten Supermarkt, den man probiert. Wenn der dann überhaupt noch geöffnet hat...
Nee, im Ernst, an die Sortimente hier habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Es gibt einfach keinen Laden, der alles hat, was man als Durchschnittsdeutscher so einkauft. Da wird jeder kleine Pennymarkt zu Hause zum Paradies auf Erden...
Auch die Tatsache, dass man in Deutschland Samstags nachmittags noch shoppen gehen kann, ist doch einfach traumhaft. Hier braucht man nach dem Mittagessen gar nicht mehr aufzubrechen. Spätestens um 15 Uhr ist Schluss – na gut, die ganz grossen Geschäfte haben vielleicht sogar bis 17 Uhr auf. In jedem Fall für mich als ausgesprochenen Samstags-nachmittags-auf-Shopping-Bock-hab-Mensch nicht wirklich optimal.
Gestern, also Donnerstag, hatte ich früh Feierabend und ging noch durch die Fussgängerzone. Das erste Mal überhaupt an einem Werktag nachmittag, glaube ich. Um mich herum sausten die Rollgitter hinunter, und Schlüssel drehten sich in allen Lädentüren. „Oh, dachte ich nur, doch schon so spät?“. Naja, ich radelte dann gemütlich nach Hause, den längeren Weg am Meer entlang, schlenderte das letzte Stück durch den Wald nach Hause, und als ich den Schlüssel in die Tür steckte, sah ich auf die Uhr: es war halb 6!
Tja, so kann man sich an lange Öffnungszeiten gewöhnen, und ich kann sagen, der Weg zurück ist sehr schwierig. Aber um gerecht zu bleiben: es gibt hier auch Supermärkte, die dafür Sonntags den ganzen Tag geöffnet haben. Und das habe ich wiederum in DE noch nicht gesehen.
Wie dem auch sei, morgen wird zu Hause jedenfalls geshoppt dass die Schwarte kracht und die VISA Karte qualmt!
Euch allen ein wunderschönes Vorfrühlingswochenende!
Zeit, um mich unter anderem wieder mit einigen Dingen einzudecken, von denen ich nicht dachte, dass ich sie einmal vermissen würde: Malzbier zum Beispiel und Leberwurst, Nussyoghurt und Corned Beef ... ja, wirklich: Corned Beef, denn ich gehöre zur Minderheit der Spezies, die sehr gerne Labskaus essen (jedenfalls nach Mama’s Rezept). :-)
Es ist ja nicht so, dass man diese Dinge nicht vielleicht auch hier irgendwo bekommt, aber man muss immer so viele verschiedene Läden abklappern, bis man endlich alles beisammen hat, was man braucht. So etwas wie gehackte Mandeln findet man im dritten, Mascarpone vielleicht im vierten Supermarkt, den man probiert. Wenn der dann überhaupt noch geöffnet hat...
Nee, im Ernst, an die Sortimente hier habe ich mich immer noch nicht gewöhnt. Es gibt einfach keinen Laden, der alles hat, was man als Durchschnittsdeutscher so einkauft. Da wird jeder kleine Pennymarkt zu Hause zum Paradies auf Erden...
Auch die Tatsache, dass man in Deutschland Samstags nachmittags noch shoppen gehen kann, ist doch einfach traumhaft. Hier braucht man nach dem Mittagessen gar nicht mehr aufzubrechen. Spätestens um 15 Uhr ist Schluss – na gut, die ganz grossen Geschäfte haben vielleicht sogar bis 17 Uhr auf. In jedem Fall für mich als ausgesprochenen Samstags-nachmittags-auf-Shopping-Bock-hab-Mensch nicht wirklich optimal.
Gestern, also Donnerstag, hatte ich früh Feierabend und ging noch durch die Fussgängerzone. Das erste Mal überhaupt an einem Werktag nachmittag, glaube ich. Um mich herum sausten die Rollgitter hinunter, und Schlüssel drehten sich in allen Lädentüren. „Oh, dachte ich nur, doch schon so spät?“. Naja, ich radelte dann gemütlich nach Hause, den längeren Weg am Meer entlang, schlenderte das letzte Stück durch den Wald nach Hause, und als ich den Schlüssel in die Tür steckte, sah ich auf die Uhr: es war halb 6!
Tja, so kann man sich an lange Öffnungszeiten gewöhnen, und ich kann sagen, der Weg zurück ist sehr schwierig. Aber um gerecht zu bleiben: es gibt hier auch Supermärkte, die dafür Sonntags den ganzen Tag geöffnet haben. Und das habe ich wiederum in DE noch nicht gesehen.
Wie dem auch sei, morgen wird zu Hause jedenfalls geshoppt dass die Schwarte kracht und die VISA Karte qualmt!
Euch allen ein wunderschönes Vorfrühlingswochenende!
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Donnerstag, 18. März 2010
It’s the Blues, Baby!
Donnerstag, 18. März 2010
Um noch ein bisschen beim Thema Musik zu verweilen: Århus ist voll von Musik. Es gibt sowohl eine Uni als auch ein Konservatorium, wo Horden junger Leute Musik studieren, es gibt hier ein Symphonieorchester, die Jütische (heisst das so? Oder Jütländische? Na, jedenfalls Jütland’s) Oper und nicht zu vergessen eine sehr lebendige Musikerszene von Rock-, Pop-, Jazz-, Reggae- und Singer-Songwriter Typen bis hin zu Death Metal. Und eben den Blues.
Verschiedene Etablissements in der Stadt (meist hutzlig kleine, niedliche Kneipen in denen mehr Platz auf der Bühne als drum herum ist) veranstalten regelmässig „Open Mic“ Abende und Jams in verschiedensten Stilrichtungen. So kam es, dass ich vor einem Monat auf meiner ersten Blues-Jam Session war. Da kann jeder, der meint, etwas von Blues zu verstehen, einfach auftauchen, sein eigenes Instrument mitbringen, oder sich von jemand anderem eines leihen (man kennt sich...), und dann wird losgelegt.
Ich weiss nicht, an dem Abend waren bestimmt an die 20 verschiedene Musiker in unterschliedlichsten Kombinationen auf der Bühne, es wurde alles von E- bis Westerngitarre, Schlagzeug, Bass, Piano, Mundharmonika und Saxophon gespielt. Und was da aus dieser musikalischen Eintopfküche herauskam war wirklich haute cuisine für die Ohren!
Ich habe mich eigentlich nie besonders für den Blues begeistert (und kann auch jetzt keine ganze Muddy Waters CD von vorne bis hinten durchstehen) – aber LIVE ist das ja mal ganz etwas anderes! Leute, guckt euch Blues-Jams an!
Damit so eine Session nicht zu chaotisch wird, gibt es einen eingeladenen „Wirt“ – meist ein etwas namhafterer Musiker – der das ganze Musikerkuddelmuddel ein bisschen steuert und selbst nebenbei als musikalisches Highlight des Abends fungiert, also reichlich Spielzeit für seine Soli bekommt. In diesem Fall war das ein stiller, freundlich dreinblickender älterer Herr mit dem etwas eigenwilligen Namen „Uffe“. Bis zu dem Moment, wo Uffe seine Gitarre in die Hand nahm und anfing zu spielen, hatte ich noch Zeit, über seinen Namen zu schmunzeln, aber dann....
Meine lieben Freunde, ich bekenne mich hiermit offiziell zum Fan von Uffe Steen, dem begnadetsten Blues/Jazzgitarristen unter der Sonne! Was dieser Mensch mit seiner Gitarre anstellt ist einfach unglaublich! Noch dazu fiel mir nach einiger Zeit auf, dass er nicht nur spiegelverkehrt, also auf einer Linkshändergitarre, spielt, sondern auch noch die Saiten umgekehrt aufgezogen hat, sprich also die tiefste Saite ganz unten und die höchste ganz oben. Wie in aller Welt kommt man denn auf sowas und kann dann auch noch so zum Niederknien spielen? Meine Kollegin und ich sind spontan zum post-adoleszenten Groupietum konvertiert, haben ein bisschen recherchiert (Uffe ist tatsächlich Professor am hiesigen Konservatorium und eine richtiggehende lebende Legende!) und waren gestern abend gleich beim nächsten Gig (kreisch!).
Was lernen wir daraus: Livemusik aus der ortsansässigen Szene ist gesund, vitaminreich und kann Gelenkbeschwerden entgegenwirken! Sollte man regelmässig auf dem Speiseplan haben!
Bis bald,
Eure Carrie
Verschiedene Etablissements in der Stadt (meist hutzlig kleine, niedliche Kneipen in denen mehr Platz auf der Bühne als drum herum ist) veranstalten regelmässig „Open Mic“ Abende und Jams in verschiedensten Stilrichtungen. So kam es, dass ich vor einem Monat auf meiner ersten Blues-Jam Session war. Da kann jeder, der meint, etwas von Blues zu verstehen, einfach auftauchen, sein eigenes Instrument mitbringen, oder sich von jemand anderem eines leihen (man kennt sich...), und dann wird losgelegt.
Ich weiss nicht, an dem Abend waren bestimmt an die 20 verschiedene Musiker in unterschliedlichsten Kombinationen auf der Bühne, es wurde alles von E- bis Westerngitarre, Schlagzeug, Bass, Piano, Mundharmonika und Saxophon gespielt. Und was da aus dieser musikalischen Eintopfküche herauskam war wirklich haute cuisine für die Ohren!
Ich habe mich eigentlich nie besonders für den Blues begeistert (und kann auch jetzt keine ganze Muddy Waters CD von vorne bis hinten durchstehen) – aber LIVE ist das ja mal ganz etwas anderes! Leute, guckt euch Blues-Jams an!
Damit so eine Session nicht zu chaotisch wird, gibt es einen eingeladenen „Wirt“ – meist ein etwas namhafterer Musiker – der das ganze Musikerkuddelmuddel ein bisschen steuert und selbst nebenbei als musikalisches Highlight des Abends fungiert, also reichlich Spielzeit für seine Soli bekommt. In diesem Fall war das ein stiller, freundlich dreinblickender älterer Herr mit dem etwas eigenwilligen Namen „Uffe“. Bis zu dem Moment, wo Uffe seine Gitarre in die Hand nahm und anfing zu spielen, hatte ich noch Zeit, über seinen Namen zu schmunzeln, aber dann....
Meine lieben Freunde, ich bekenne mich hiermit offiziell zum Fan von Uffe Steen, dem begnadetsten Blues/Jazzgitarristen unter der Sonne! Was dieser Mensch mit seiner Gitarre anstellt ist einfach unglaublich! Noch dazu fiel mir nach einiger Zeit auf, dass er nicht nur spiegelverkehrt, also auf einer Linkshändergitarre, spielt, sondern auch noch die Saiten umgekehrt aufgezogen hat, sprich also die tiefste Saite ganz unten und die höchste ganz oben. Wie in aller Welt kommt man denn auf sowas und kann dann auch noch so zum Niederknien spielen? Meine Kollegin und ich sind spontan zum post-adoleszenten Groupietum konvertiert, haben ein bisschen recherchiert (Uffe ist tatsächlich Professor am hiesigen Konservatorium und eine richtiggehende lebende Legende!) und waren gestern abend gleich beim nächsten Gig (kreisch!).
Was lernen wir daraus: Livemusik aus der ortsansässigen Szene ist gesund, vitaminreich und kann Gelenkbeschwerden entgegenwirken! Sollte man regelmässig auf dem Speiseplan haben!
Bis bald,
Eure Carrie
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Mittwoch, 17. März 2010
Musikalia...
Mittwoch, 17. März 2010
Hallo meine lieben Freunde,
wie Ihr sehen könnt, bin ich zumindest am Tag 1 nach meiner Blog-Rückkehr noch wild entschlossen, meine „Carrie-Bradshaw-Fähigkeiten“ auszuloten.
Nach so langer Zeit der Blog-Abstinenz gibt es zum Glück so einiges, was mir da spontan an Themen einfällt.
Heute möchte ich mich über mein neues Hobby auslassen – wobei das nach fast einem Jahr nun auch nicht mehr wirklich neu ist: Ich habe jetzt nämlich ein Klavier! („Ein Klavier, ein Klavier, Mutter, wir danken Dir!“)
Das erste halbe Jahr hatte ich es nur gemietet, dann aber doch recht flux fertig bezahlt, weil ich es um keinen Preis wieder hergeben wollte! Natürlich ist es ein digitales Exemplar (d.h. kopfhörertauglich), zumal ich ja Totalanfängerin bin und es meiner Vermieterin nicht zumuten könnte, mein tägliches Geklimper mit anzuhören.
Nach etwas Internetrecherche habe ich dann auch einen sehr netten Lehrer gefunden, der sich nun 1 x die Woche geduldig eine Stunde lang meinem noch recht unkoordinierten klanglichen Output aussetzt und versucht, ein wenig Struktur – man könnte in einem geradezu genialen Wortspiel auch sagen: ein wenig Hand und Fuss – in mein Spiel zu bringen.
Ich bin seit dem ersten Tag absolut süchtig und sitze fast täglich morgens und abends am Klavier, so wie es meine Freizeit zulässt. Ganz im Gegensatz zu Schulzeiten stecke ich nun auch freiwillig stundenlang mit der Nase in Büchern und vor dem Bildschirm und ziehe mir die Theorie rein: Harmonie, Melodie, Tonarten, Quintenzirkel, Intervalle, Notenwerte, Akkordprozessionen, punktierte Rhythmen – wie faszinierend das doch alles ist. Und so herrlich logisch! Da soll noch mal einer sagen, Musik und Naturwissenschaften hätten nichts miteinander zu tun! Ist ja letztendlich auch alles nur Interferenz von (Schall)Wellen – da musste ich erst Röntgenkristallographin werden, um das zu verstehen! ;-)
Leider kommt dann mit der motorischen Umsetzung des Ganzen der vielzitierte Unterschied zwischen Theorie und Praxis zum Vorschein: es ist ja eine Sache, einen viertönigen C-Dur Akkord zu verstehen - eine ganz andere ist es, ihn auf die Tastatur zu zaubern und den entsprechenden Wohlklang hervorzubringen.
Aber ich will mich nicht beschweren, nach nunmehr 11 Monaten fleissigen Übens bekomme ich schon eine Handvoll kleiner Stücke ganz passabel hin, und mein Lehrer meint sowieso, ich sei viel zu ungeduldig.
Naja, vielleicht schaffe ich es ja sogar, bevor das erste Unterrichtsjahr um ist, auch endlich „rechts“ und „links“ auf Dänisch auseinanderzuhalten....
Kürzlich habe ich dann von einem Bekannten erfahren, dass es anscheinend ein verbreitetes Symptom von „Frauen mittleren Alters“ sei, mit dem Klavierspielen anzufangen. Oh Gott, heisst das jetzt, es ist schon soweit? Beginnt hiermit offiziell meine Midlife-Crisis? Will ich mir meine Jugend bewahren, indem ich beidhändig auf schwarzen und weissen Tasten herumdrücke? Nach kurzem Grübeln habe ich beschlossen, dass das völliger Quatsch ist! Muss man in einer Identitätskrise stecken, um etwas Neues lernen zu wollen? Wenn dem wirklich so ist, rufe ich hiermit aus vollem Halse die Identitätskrise als Lebensmotto aus!
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit Wigald Bonings berühmten Worten: „Bleiben Sie neugierig!“
wie Ihr sehen könnt, bin ich zumindest am Tag 1 nach meiner Blog-Rückkehr noch wild entschlossen, meine „Carrie-Bradshaw-Fähigkeiten“ auszuloten.
Nach so langer Zeit der Blog-Abstinenz gibt es zum Glück so einiges, was mir da spontan an Themen einfällt.
Heute möchte ich mich über mein neues Hobby auslassen – wobei das nach fast einem Jahr nun auch nicht mehr wirklich neu ist: Ich habe jetzt nämlich ein Klavier! („Ein Klavier, ein Klavier, Mutter, wir danken Dir!“)
Das erste halbe Jahr hatte ich es nur gemietet, dann aber doch recht flux fertig bezahlt, weil ich es um keinen Preis wieder hergeben wollte! Natürlich ist es ein digitales Exemplar (d.h. kopfhörertauglich), zumal ich ja Totalanfängerin bin und es meiner Vermieterin nicht zumuten könnte, mein tägliches Geklimper mit anzuhören.
Nach etwas Internetrecherche habe ich dann auch einen sehr netten Lehrer gefunden, der sich nun 1 x die Woche geduldig eine Stunde lang meinem noch recht unkoordinierten klanglichen Output aussetzt und versucht, ein wenig Struktur – man könnte in einem geradezu genialen Wortspiel auch sagen: ein wenig Hand und Fuss – in mein Spiel zu bringen.
Ich bin seit dem ersten Tag absolut süchtig und sitze fast täglich morgens und abends am Klavier, so wie es meine Freizeit zulässt. Ganz im Gegensatz zu Schulzeiten stecke ich nun auch freiwillig stundenlang mit der Nase in Büchern und vor dem Bildschirm und ziehe mir die Theorie rein: Harmonie, Melodie, Tonarten, Quintenzirkel, Intervalle, Notenwerte, Akkordprozessionen, punktierte Rhythmen – wie faszinierend das doch alles ist. Und so herrlich logisch! Da soll noch mal einer sagen, Musik und Naturwissenschaften hätten nichts miteinander zu tun! Ist ja letztendlich auch alles nur Interferenz von (Schall)Wellen – da musste ich erst Röntgenkristallographin werden, um das zu verstehen! ;-)
Leider kommt dann mit der motorischen Umsetzung des Ganzen der vielzitierte Unterschied zwischen Theorie und Praxis zum Vorschein: es ist ja eine Sache, einen viertönigen C-Dur Akkord zu verstehen - eine ganz andere ist es, ihn auf die Tastatur zu zaubern und den entsprechenden Wohlklang hervorzubringen.
Aber ich will mich nicht beschweren, nach nunmehr 11 Monaten fleissigen Übens bekomme ich schon eine Handvoll kleiner Stücke ganz passabel hin, und mein Lehrer meint sowieso, ich sei viel zu ungeduldig.
Naja, vielleicht schaffe ich es ja sogar, bevor das erste Unterrichtsjahr um ist, auch endlich „rechts“ und „links“ auf Dänisch auseinanderzuhalten....
Kürzlich habe ich dann von einem Bekannten erfahren, dass es anscheinend ein verbreitetes Symptom von „Frauen mittleren Alters“ sei, mit dem Klavierspielen anzufangen. Oh Gott, heisst das jetzt, es ist schon soweit? Beginnt hiermit offiziell meine Midlife-Crisis? Will ich mir meine Jugend bewahren, indem ich beidhändig auf schwarzen und weissen Tasten herumdrücke? Nach kurzem Grübeln habe ich beschlossen, dass das völliger Quatsch ist! Muss man in einer Identitätskrise stecken, um etwas Neues lernen zu wollen? Wenn dem wirklich so ist, rufe ich hiermit aus vollem Halse die Identitätskrise als Lebensmotto aus!
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit Wigald Bonings berühmten Worten: „Bleiben Sie neugierig!“
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