Montag, 17. November 2008
"Und es wirrrrd Herrrrrbst!"
Ja, ja, ja, meine lieben Freunde - ich weiß wohl, ich habe meinen Blog in der letzten Zeit reichlich vernachlässigt. Und mal ganz realistisch betrachtet, wird das wohl auch in Zukunft nicht unbedingt besser. Nun, ich hoffe trotzdem, dass der eine oder andere von Euch noch hin und wieder mal hier vorbei schaut.

Seit meiner unglaublichen Jubiläumsfeier-Geschichte erscheint ja alles andere, was ich sonst zu berichten habe, recht langweilig.
Aber, wie heißt es so schön: "Das Leben ist kein Spielfilm", also müsst Ihr Euch mit dem begnügen, was mein Alltag und meine amateurhaften belletristischen Schreibkünste so hergeben.

Vor ein paar Wochen ist hier spichwörtlich mit wehenden Fahnen der Herbst eingekehrt. Der Wind hat schon gründlich die bunten Blätter von den Bäumen vertrieben, und ich ärgere mich fast täglich damit herum, dass ich schon wieder meine Fahrradbeleuchtung zu Hause habe liegen lassen, denn zum Feierabend ist es nun schon stockfinster.
Nachts friert es und bis zum ersten Schnee kann es wohl kaum noch lange dauern. Und, da nebenbei gerade Werbung im Fernsehen läuft, weiß ich jetzt auch, dass „Last Christmas“ auch in Dänemark zur Vorweihnachtszeit dazugehört. Manchen Dingen kann man anscheinend einfach nicht entkommen…

Passend zur kalten Jahreszeit ist meine kleine Wohnung nun auch fast fertig eingerichtet. Etwas weniger wohlmeinend könnte man auch das Wort „vollgestopft“ verwenden – aber ich finde es gerade richtig gemütlich, um die Tee-Kerzen-und-Wollstrumpf-Saison“ einzu läuten. Die Dänen haben für diese Behaglichkeit ein ganz besonderes Wort: „hyggelig“ muss es sein. Und ich finde, was damit gemeint ist, versteht man auch, ohne die Sprache zu können.

Etwas optimistisch betrachtet ist mein Dänisch mittlerweile schon beinahe alltagstauglich – mal von der Tatsache abgesehen, dass ich auf meine Mitmenschen vermutlich etwas retardiert wirke, weil ich alles - wirklich alles - immer erst beim zweiten Mal verstehe. Und wenn man auf das freundliche „Sonst noch etwas?“ der Bäckersfrau mit „Wie bitte?“ antwortet, ist das ja schon etwas – naja – ungewöhnlich. Aber was soll’s, bislang hat mir noch niemand einen Hörtest vorgeschlagen. :-)

Neben meinem Dänisch-Abendkurs baue ich gerade noch an einem neuen, größeren Terrarium für meinen Schlangennachwuchs. Zum Glück umfasst die Tierliebe meiner Vermieterin nicht nur ihre eigenen drei Hunde, sondern sie hat auch meine freundlichen Keinbeiner schon ins Herz geschlossen.

Soviel also erst einmal als kurzes Update meines Aarhusienserdaseins.

Viele Grüße,
Eure Maike

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Samstag, 12. Juli 2008
Neulich beim Einkaufen
AUTSCH. Was soll man dazu noch sagen...wo sie doch sonst so perfekt Englisch können.

Aua. Wo sie doch sonst so super Englisch können...

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Donnerstag, 10. Juli 2008
Ruhig ist es geworden...
... in meinem Blog - darauf wurde ich kürzlich aufmerksam gemacht und nehme es als Anlass, Euch, als meinen treuen Abonnenten mal wieder ein wenig Lesestoff zu kredenzen.

Nach dem fulminanten Auftakt meiner "Einbürgerung" ist etwas Alltagsleben eingekehrt, was aber gar nicht negativ gemeint ist.
Zu tun habe ich genug und so habe ich kaum wirklich Muße, etwaigen neu entdeckten Eigenarten meines neuen Gastgebervolkes näher auf den Grund zu gehen.

Eine Eigenschaft, die einem auch ohne großes Suchen sofort auffällt, ist die allgemeine Sportbegeisterung. Zumindest hier in Århus kann man kaum einen Fuß vor die Tür setzen, ohne mindestens einem Läufer und/oder Rennradfahrer zu begegnen (Mountainbiker hab ich dahingegen noch nie gesehen...komisch...;-).

Jedenfalls ist es ein Ding der völligen Selbstverständlichkeit, dass momentan jeden Nachmittag auf dem großen Flachbildfernseher in unserem Sozialraum die "Tour de France" nebenbei läuft. Gegen 17 Uhr diffundieren dann mehr und mehr Kollegen dazu, um den Zieleinlauf mit zu bekommen. Herrlich, endlich kein verstohlenes Schielen mehr auf den Live-Ticker am Arbeitscomputer!

Andererseits führt die permanente Präsenz sporttreibender Mitmenschen auch dazu, dass ich mich ständig ein wenig unwohl in meiner Haut fühle ("hmmmjaah, ich müsste ja auch mal wieder...dann brauche ich Hose XY vielleicht doch noch nicht in den Altkleidersack zu stecken...").
Im Stadtwald, in den mich mein gelegentlich aufkommender Aktionismus zum Laufen treibt, geht es nach Feierabend allerdings zu, wie auf dem östlichen braunschweiger Ring oder sonntags in Riddagshausen. Glücklicherweise habe ich herausgefunden, dass die meisten Sportskanonen dort gegen den Uhrzeigersinn um den Wald laufen. Also laufe ich entgegengesetzt, das ist besser für die Psyche, denn man wird nicht ständig mit Kondensstreifen überholt.
Schade eigentlich, dass das beim Radfahren nicht geht, aber dazu ein andermal mehr.

So, da nun aus dem bereits erwähnten Sozialraum gegenüber mittlerweile ein verführerischer Pizzaduft in mein Büro hinein wabert, mache ich jetzt (nein, nicht etwa die Tür zu, sondern) 'nen Schuh ab nach Hause.

Viele liebe Grüße,
Eure Maike

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