It’s the Blues, Baby!
Donnerstag, 18. März 2010
Um noch ein bisschen beim Thema Musik zu verweilen: Århus ist voll von Musik. Es gibt sowohl eine Uni als auch ein Konservatorium, wo Horden junger Leute Musik studieren, es gibt hier ein Symphonieorchester, die Jütische (heisst das so? Oder Jütländische? Na, jedenfalls Jütland’s) Oper und nicht zu vergessen eine sehr lebendige Musikerszene von Rock-, Pop-, Jazz-, Reggae- und Singer-Songwriter Typen bis hin zu Death Metal. Und eben den Blues.
Verschiedene Etablissements in der Stadt (meist hutzlig kleine, niedliche Kneipen in denen mehr Platz auf der Bühne als drum herum ist) veranstalten regelmässig „Open Mic“ Abende und Jams in verschiedensten Stilrichtungen. So kam es, dass ich vor einem Monat auf meiner ersten Blues-Jam Session war. Da kann jeder, der meint, etwas von Blues zu verstehen, einfach auftauchen, sein eigenes Instrument mitbringen, oder sich von jemand anderem eines leihen (man kennt sich...), und dann wird losgelegt.
Ich weiss nicht, an dem Abend waren bestimmt an die 20 verschiedene Musiker in unterschliedlichsten Kombinationen auf der Bühne, es wurde alles von E- bis Westerngitarre, Schlagzeug, Bass, Piano, Mundharmonika und Saxophon gespielt. Und was da aus dieser musikalischen Eintopfküche herauskam war wirklich haute cuisine für die Ohren!
Ich habe mich eigentlich nie besonders für den Blues begeistert (und kann auch jetzt keine ganze Muddy Waters CD von vorne bis hinten durchstehen) – aber LIVE ist das ja mal ganz etwas anderes! Leute, guckt euch Blues-Jams an!
Damit so eine Session nicht zu chaotisch wird, gibt es einen eingeladenen „Wirt“ – meist ein etwas namhafterer Musiker – der das ganze Musikerkuddelmuddel ein bisschen steuert und selbst nebenbei als musikalisches Highlight des Abends fungiert, also reichlich Spielzeit für seine Soli bekommt. In diesem Fall war das ein stiller, freundlich dreinblickender älterer Herr mit dem etwas eigenwilligen Namen „Uffe“. Bis zu dem Moment, wo Uffe seine Gitarre in die Hand nahm und anfing zu spielen, hatte ich noch Zeit, über seinen Namen zu schmunzeln, aber dann....
Meine lieben Freunde, ich bekenne mich hiermit offiziell zum Fan von Uffe Steen, dem begnadetsten Blues/Jazzgitarristen unter der Sonne! Was dieser Mensch mit seiner Gitarre anstellt ist einfach unglaublich! Noch dazu fiel mir nach einiger Zeit auf, dass er nicht nur spiegelverkehrt, also auf einer Linkshändergitarre, spielt, sondern auch noch die Saiten umgekehrt aufgezogen hat, sprich also die tiefste Saite ganz unten und die höchste ganz oben. Wie in aller Welt kommt man denn auf sowas und kann dann auch noch so zum Niederknien spielen? Meine Kollegin und ich sind spontan zum post-adoleszenten Groupietum konvertiert, haben ein bisschen recherchiert (Uffe ist tatsächlich Professor am hiesigen Konservatorium und eine richtiggehende lebende Legende!) und waren gestern abend gleich beim nächsten Gig (kreisch!).
Was lernen wir daraus: Livemusik aus der ortsansässigen Szene ist gesund, vitaminreich und kann Gelenkbeschwerden entgegenwirken! Sollte man regelmässig auf dem Speiseplan haben!
Bis bald,
Eure Carrie
Verschiedene Etablissements in der Stadt (meist hutzlig kleine, niedliche Kneipen in denen mehr Platz auf der Bühne als drum herum ist) veranstalten regelmässig „Open Mic“ Abende und Jams in verschiedensten Stilrichtungen. So kam es, dass ich vor einem Monat auf meiner ersten Blues-Jam Session war. Da kann jeder, der meint, etwas von Blues zu verstehen, einfach auftauchen, sein eigenes Instrument mitbringen, oder sich von jemand anderem eines leihen (man kennt sich...), und dann wird losgelegt.
Ich weiss nicht, an dem Abend waren bestimmt an die 20 verschiedene Musiker in unterschliedlichsten Kombinationen auf der Bühne, es wurde alles von E- bis Westerngitarre, Schlagzeug, Bass, Piano, Mundharmonika und Saxophon gespielt. Und was da aus dieser musikalischen Eintopfküche herauskam war wirklich haute cuisine für die Ohren!
Ich habe mich eigentlich nie besonders für den Blues begeistert (und kann auch jetzt keine ganze Muddy Waters CD von vorne bis hinten durchstehen) – aber LIVE ist das ja mal ganz etwas anderes! Leute, guckt euch Blues-Jams an!
Damit so eine Session nicht zu chaotisch wird, gibt es einen eingeladenen „Wirt“ – meist ein etwas namhafterer Musiker – der das ganze Musikerkuddelmuddel ein bisschen steuert und selbst nebenbei als musikalisches Highlight des Abends fungiert, also reichlich Spielzeit für seine Soli bekommt. In diesem Fall war das ein stiller, freundlich dreinblickender älterer Herr mit dem etwas eigenwilligen Namen „Uffe“. Bis zu dem Moment, wo Uffe seine Gitarre in die Hand nahm und anfing zu spielen, hatte ich noch Zeit, über seinen Namen zu schmunzeln, aber dann....
Meine lieben Freunde, ich bekenne mich hiermit offiziell zum Fan von Uffe Steen, dem begnadetsten Blues/Jazzgitarristen unter der Sonne! Was dieser Mensch mit seiner Gitarre anstellt ist einfach unglaublich! Noch dazu fiel mir nach einiger Zeit auf, dass er nicht nur spiegelverkehrt, also auf einer Linkshändergitarre, spielt, sondern auch noch die Saiten umgekehrt aufgezogen hat, sprich also die tiefste Saite ganz unten und die höchste ganz oben. Wie in aller Welt kommt man denn auf sowas und kann dann auch noch so zum Niederknien spielen? Meine Kollegin und ich sind spontan zum post-adoleszenten Groupietum konvertiert, haben ein bisschen recherchiert (Uffe ist tatsächlich Professor am hiesigen Konservatorium und eine richtiggehende lebende Legende!) und waren gestern abend gleich beim nächsten Gig (kreisch!).
Was lernen wir daraus: Livemusik aus der ortsansässigen Szene ist gesund, vitaminreich und kann Gelenkbeschwerden entgegenwirken! Sollte man regelmässig auf dem Speiseplan haben!
Bis bald,
Eure Carrie
