Ruhig ist es geworden...
... in meinem Blog - darauf wurde ich kürzlich aufmerksam gemacht und nehme es als Anlass, Euch, als meinen treuen Abonnenten mal wieder ein wenig Lesestoff zu kredenzen.

Nach dem fulminanten Auftakt meiner "Einbürgerung" ist etwas Alltagsleben eingekehrt, was aber gar nicht negativ gemeint ist.
Zu tun habe ich genug und so habe ich kaum wirklich Muße, etwaigen neu entdeckten Eigenarten meines neuen Gastgebervolkes näher auf den Grund zu gehen.

Eine Eigenschaft, die einem auch ohne großes Suchen sofort auffällt, ist die allgemeine Sportbegeisterung. Zumindest hier in Århus kann man kaum einen Fuß vor die Tür setzen, ohne mindestens einem Läufer und/oder Rennradfahrer zu begegnen (Mountainbiker hab ich dahingegen noch nie gesehen...komisch...;-).

Jedenfalls ist es ein Ding der völligen Selbstverständlichkeit, dass momentan jeden Nachmittag auf dem großen Flachbildfernseher in unserem Sozialraum die "Tour de France" nebenbei läuft. Gegen 17 Uhr diffundieren dann mehr und mehr Kollegen dazu, um den Zieleinlauf mit zu bekommen. Herrlich, endlich kein verstohlenes Schielen mehr auf den Live-Ticker am Arbeitscomputer!

Andererseits führt die permanente Präsenz sporttreibender Mitmenschen auch dazu, dass ich mich ständig ein wenig unwohl in meiner Haut fühle ("hmmmjaah, ich müsste ja auch mal wieder...dann brauche ich Hose XY vielleicht doch noch nicht in den Altkleidersack zu stecken...").
Im Stadtwald, in den mich mein gelegentlich aufkommender Aktionismus zum Laufen treibt, geht es nach Feierabend allerdings zu, wie auf dem östlichen braunschweiger Ring oder sonntags in Riddagshausen. Glücklicherweise habe ich herausgefunden, dass die meisten Sportskanonen dort gegen den Uhrzeigersinn um den Wald laufen. Also laufe ich entgegengesetzt, das ist besser für die Psyche, denn man wird nicht ständig mit Kondensstreifen überholt.
Schade eigentlich, dass das beim Radfahren nicht geht, aber dazu ein andermal mehr.

So, da nun aus dem bereits erwähnten Sozialraum gegenüber mittlerweile ein verführerischer Pizzaduft in mein Büro hinein wabert, mache ich jetzt (nein, nicht etwa die Tür zu, sondern) 'nen Schuh ab nach Hause.

Viele liebe Grüße,
Eure Maike

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