Formkram - Formwahn
Montag, 19. Mai 2008
So. Nun habe ich es geschafft: Durch mein bisheriges unterschwelliges Gefühlsgemisch aus Vorfreude, Neugier und Nervosität hat sich nun endgültig mit dicken, fetten Großbuchstaben die PANIK ihren Weg in meine Magengrube gebahnt.
Wohnung, Meldegesetz, Autoversicherung, Doppelbesteuerungsabkommen, CPR-Nummer, Krankenversicherung, Aufenthaltsbescheid, Grenzgängerkonto, Kabelfernsehen, Haustierhaltung, Wohnungsgesellschaften, .... aah, wer soll da noch durchsteigen?
Das ist der Segen und der Fluch des Internets. Man findet zu jedem noch so abgefahrenen Thema irgendeinen Forumseintrag, nur leider steht in der überwiegenden Zahl solcher vermeintlicher Informationsquellen der blanke Unsinn drin. Spätestens nachdem man eine Handvoll Statements zu einer Frage gelesen hat, ist man garantiert komplett verwirrt.
Einstimmig findet man allerdings allerorts die wohlgemeinte Aufforderung, sich UNBEDINGT im Voraus über allerhand Kleinigkeiten zu informieren und alles Generalstabsmäßig zu planen.
Mein erster - zugegeben etwas aktionistischer - Versuch, irgend etwas im Voraus zu tun, war eine email an die Dänische Botschaft in Deutschland, mit der Frage nach einem Vorabantrag auf die Aufenthaltsbescheinigung. Die haben sich köstlich amüsiert und meinten, ich sollte doch einfach erstmal HINZIEHEN.
Was denn nun? Alles vorher regeln oder einfach anfangen?
Eine vernünftige und bezahlbare Wohnung bekommt man eh erst nach mindestens einem halben Jahr Wartezeit auf ominösen Wartelisten von irgendwelchen großen Wohnungsgesellschaften. Also werde ich erstmal in einer kleinen möblierten Bleibe unterkommen, die mir ein netter Kollege organisiert hat. Ist ja auch nicht schlecht, dann kann ich den großen Umzug noch ein wenig vor mir her schieben und mich erstmal quasi "auf Sparflamme" einleben.
Kurzum, ich komme mir etwas blöd vor, weil ich von hier aus nichts so richtig konkret planen kann, und versuche mir nun einfach einzureden, dass das eigentlich ganz toll ist. :-)
Beunruhigen tut mich nur die Vorstellung, wie ich nun wohl dastehen würde, wenn es weiter weg, ja vielleicht sogar über den Atlantik, gegangen wäre.
Aber was soll's - ohne das nötige Quäntchen Chaos, Panik und naivem Drauflosstürzen ist bei mir ja schließlich noch nie irgendwas von größerer Wichtigkeit abgelaufen. Also lehne ich mich doch einfach zurück, genieße eine gesunde Portion Fatalismus und ziehe mir einfach noch ein paar Dänischvokabeln rein.
In diesem Sinne:
Hej med jer!
Wohnung, Meldegesetz, Autoversicherung, Doppelbesteuerungsabkommen, CPR-Nummer, Krankenversicherung, Aufenthaltsbescheid, Grenzgängerkonto, Kabelfernsehen, Haustierhaltung, Wohnungsgesellschaften, .... aah, wer soll da noch durchsteigen?
Das ist der Segen und der Fluch des Internets. Man findet zu jedem noch so abgefahrenen Thema irgendeinen Forumseintrag, nur leider steht in der überwiegenden Zahl solcher vermeintlicher Informationsquellen der blanke Unsinn drin. Spätestens nachdem man eine Handvoll Statements zu einer Frage gelesen hat, ist man garantiert komplett verwirrt.
Einstimmig findet man allerdings allerorts die wohlgemeinte Aufforderung, sich UNBEDINGT im Voraus über allerhand Kleinigkeiten zu informieren und alles Generalstabsmäßig zu planen.
Mein erster - zugegeben etwas aktionistischer - Versuch, irgend etwas im Voraus zu tun, war eine email an die Dänische Botschaft in Deutschland, mit der Frage nach einem Vorabantrag auf die Aufenthaltsbescheinigung. Die haben sich köstlich amüsiert und meinten, ich sollte doch einfach erstmal HINZIEHEN.
Was denn nun? Alles vorher regeln oder einfach anfangen?
Eine vernünftige und bezahlbare Wohnung bekommt man eh erst nach mindestens einem halben Jahr Wartezeit auf ominösen Wartelisten von irgendwelchen großen Wohnungsgesellschaften. Also werde ich erstmal in einer kleinen möblierten Bleibe unterkommen, die mir ein netter Kollege organisiert hat. Ist ja auch nicht schlecht, dann kann ich den großen Umzug noch ein wenig vor mir her schieben und mich erstmal quasi "auf Sparflamme" einleben.
Kurzum, ich komme mir etwas blöd vor, weil ich von hier aus nichts so richtig konkret planen kann, und versuche mir nun einfach einzureden, dass das eigentlich ganz toll ist. :-)
Beunruhigen tut mich nur die Vorstellung, wie ich nun wohl dastehen würde, wenn es weiter weg, ja vielleicht sogar über den Atlantik, gegangen wäre.
Aber was soll's - ohne das nötige Quäntchen Chaos, Panik und naivem Drauflosstürzen ist bei mir ja schließlich noch nie irgendwas von größerer Wichtigkeit abgelaufen. Also lehne ich mich doch einfach zurück, genieße eine gesunde Portion Fatalismus und ziehe mir einfach noch ein paar Dänischvokabeln rein.
In diesem Sinne:
Hej med jer!
