... neuere Einträge
Donnerstag, 30. Juni 2011
Århus Favourites - Vorwort
Donnerstag, 30. Juni 2011
Da heißt dieser Blog ja nun "Neuigkeiten aus Århus", und ich muss feststellen, dass ich Euch meine Wahl-Hometown eigentlich noch gar nicht so richtig
vorgestellt habe.
Das soll sich nun ändern, denn ich habe mir vorgenommen, zu versuchen Euch meine Lieblingsplätze, bzw. die bemerkenswertesten Ecken hier in der Stadt einmal ein wenig näher zu bringen.
Ich weiss noch, wie ich damals beim Bewerbungen schreiben erstmal Wikipedia zu Rate gezogen habe: Wo liegt Århus überhaupt? Man hat ja keinen Plan,
zumindest, wenn man so wie ich in Geographie schon immer eine Niete war und Dänemark nur vom Durchfahren in Richtung Norwegen kannte.
Aaalso: Århus (oder auch 'Aarhus', nicht zu verwechseln mit Aalborg, welches ein anderes, bei deutschen Touristen oft bekannteres Städtchen weiter nördlich ist), ist nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt Dänemarks und liegt ungefähr auf 'halber Höhe' an der Ostküste von Jütland (also rechts).
Jütland ist übrigens der große 'Zipfel', der im Norden an Schleswig-Holstein anschließt. (Ich dachte ja früher, da gäbe es ansonsten auch nicht viel mehr
Dänemark, als ein paar kleine extra Inseln). Stimmt aber nicht ganz. Östlich von Jütland gibt es noch ein paar recht große Puzzleteilchen: z. B. Fünen (da
kommt man hin, wenn man bei Kolding rechts abbiegt), und Seeland (da wo Kopenhagen und Roskilde drauf sind). Fünen und Seeland sind mit der Storebæltbrücke verbunden, und Seeland wiederum mit dem schwedischen Festland über die Øresundbrücke.
Wenn man also mit Auto oder Bahn von Århus nach Kopenhagen will, muss man erst fast 100 km an der Küste Jütlands herunter fahren, und dann einmal ganz Fünen und ganz Seeland überqueren. Das dauert so um die 3.5 Stunden.
Mit anderen Worten, Århus ist so etwas wie eine kleine Hauptstadt, wenn man in Jütland lebt. Die Stadt hat knapp 250000 Einwohner und ist damit beinahe exakt genauso groß wie Braunschweig.
Es kann sehr lebhaft sein, fühlt sich aber trotzdem ein bisschen 'provinzieller' an als BS. Es gibt eine Uni mit über 38000 Studenten, einen Industriehafen, ein weites Areal mit Vororten und Außenbezirken, und eine recht überschaubare Innenstadt. Mit dem Fahrrad ist man innerhalb von 20 Minuten eigentlich überall, wo man hinmöchte, womit es für mich persönlich eine perfekte Größe hat.
Das einzige, was an Århus manchmal nervt, ist die Tatsache, dass es so gut wie nichts drum herum gibt. Aus der Sicht eines Stadtmenschen kann man also sagen: was man hier nicht findet, findet man (außer vielleicht in Kopenhagen) nirgendwo in Dänemark. Das an sich wäre ja eigentlich nicht so schlimm, nur leider scheinen sich alle in den Kopf gesetzt zu haben, Århus als "kleinste Großstadt und gleichzeitig Nabel der Welt" zu vermarkten. Anstatt sich also mit dem Charme des Kleinen und Gemütlichen zufrieden zu geben, wird hier ständig versucht, der Welt zu beweisen, wie groß und toll Århus sein kann. Und das geht irgendwie häufig nach hinten los, weil die Menschen hier einfach keine "Großstädter" sind, und es auch meist gar nicht sein wollen. Damit stellt sich Århus irgendwie selbst ständig in den Schatten von Kopenhagen, anstatt einfach sein eigenes Ding zu machen. Vielleicht wäre es nicht so schlimm, wenn Kopenhagen nicht so weit weg wäre. Dann müsste man hier keine 'zweite Hauptstadt' mimen.
Aber genug gekrittelt! Im Grunde habe ich diese Stadt schon lange in mein Herz geschlossen, und ich will versuchen, Euch an ein paar Beispielen in den nächsten Beiträgen zu beschreiben, warum das so ist.
Vielleicht bekommt der eine oder andere ja doch noch Lust auf eine Stippvisite!
vorgestellt habe.
Das soll sich nun ändern, denn ich habe mir vorgenommen, zu versuchen Euch meine Lieblingsplätze, bzw. die bemerkenswertesten Ecken hier in der Stadt einmal ein wenig näher zu bringen.
Ich weiss noch, wie ich damals beim Bewerbungen schreiben erstmal Wikipedia zu Rate gezogen habe: Wo liegt Århus überhaupt? Man hat ja keinen Plan,
zumindest, wenn man so wie ich in Geographie schon immer eine Niete war und Dänemark nur vom Durchfahren in Richtung Norwegen kannte.
Aaalso: Århus (oder auch 'Aarhus', nicht zu verwechseln mit Aalborg, welches ein anderes, bei deutschen Touristen oft bekannteres Städtchen weiter nördlich ist), ist nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt Dänemarks und liegt ungefähr auf 'halber Höhe' an der Ostküste von Jütland (also rechts).
Jütland ist übrigens der große 'Zipfel', der im Norden an Schleswig-Holstein anschließt. (Ich dachte ja früher, da gäbe es ansonsten auch nicht viel mehr
Dänemark, als ein paar kleine extra Inseln). Stimmt aber nicht ganz. Östlich von Jütland gibt es noch ein paar recht große Puzzleteilchen: z. B. Fünen (da
kommt man hin, wenn man bei Kolding rechts abbiegt), und Seeland (da wo Kopenhagen und Roskilde drauf sind). Fünen und Seeland sind mit der Storebæltbrücke verbunden, und Seeland wiederum mit dem schwedischen Festland über die Øresundbrücke.
Wenn man also mit Auto oder Bahn von Århus nach Kopenhagen will, muss man erst fast 100 km an der Küste Jütlands herunter fahren, und dann einmal ganz Fünen und ganz Seeland überqueren. Das dauert so um die 3.5 Stunden.
Mit anderen Worten, Århus ist so etwas wie eine kleine Hauptstadt, wenn man in Jütland lebt. Die Stadt hat knapp 250000 Einwohner und ist damit beinahe exakt genauso groß wie Braunschweig.
Es kann sehr lebhaft sein, fühlt sich aber trotzdem ein bisschen 'provinzieller' an als BS. Es gibt eine Uni mit über 38000 Studenten, einen Industriehafen, ein weites Areal mit Vororten und Außenbezirken, und eine recht überschaubare Innenstadt. Mit dem Fahrrad ist man innerhalb von 20 Minuten eigentlich überall, wo man hinmöchte, womit es für mich persönlich eine perfekte Größe hat.
Das einzige, was an Århus manchmal nervt, ist die Tatsache, dass es so gut wie nichts drum herum gibt. Aus der Sicht eines Stadtmenschen kann man also sagen: was man hier nicht findet, findet man (außer vielleicht in Kopenhagen) nirgendwo in Dänemark. Das an sich wäre ja eigentlich nicht so schlimm, nur leider scheinen sich alle in den Kopf gesetzt zu haben, Århus als "kleinste Großstadt und gleichzeitig Nabel der Welt" zu vermarkten. Anstatt sich also mit dem Charme des Kleinen und Gemütlichen zufrieden zu geben, wird hier ständig versucht, der Welt zu beweisen, wie groß und toll Århus sein kann. Und das geht irgendwie häufig nach hinten los, weil die Menschen hier einfach keine "Großstädter" sind, und es auch meist gar nicht sein wollen. Damit stellt sich Århus irgendwie selbst ständig in den Schatten von Kopenhagen, anstatt einfach sein eigenes Ding zu machen. Vielleicht wäre es nicht so schlimm, wenn Kopenhagen nicht so weit weg wäre. Dann müsste man hier keine 'zweite Hauptstadt' mimen.
Aber genug gekrittelt! Im Grunde habe ich diese Stadt schon lange in mein Herz geschlossen, und ich will versuchen, Euch an ein paar Beispielen in den nächsten Beiträgen zu beschreiben, warum das so ist.
Vielleicht bekommt der eine oder andere ja doch noch Lust auf eine Stippvisite!
Permalink (0 Kommentare) Kommentieren
... ältere Einträge
