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Mittwoch, 17. März 2010
Musikalia...
Mittwoch, 17. März 2010
Hallo meine lieben Freunde,
wie Ihr sehen könnt, bin ich zumindest am Tag 1 nach meiner Blog-Rückkehr noch wild entschlossen, meine „Carrie-Bradshaw-Fähigkeiten“ auszuloten.
Nach so langer Zeit der Blog-Abstinenz gibt es zum Glück so einiges, was mir da spontan an Themen einfällt.
Heute möchte ich mich über mein neues Hobby auslassen – wobei das nach fast einem Jahr nun auch nicht mehr wirklich neu ist: Ich habe jetzt nämlich ein Klavier! („Ein Klavier, ein Klavier, Mutter, wir danken Dir!“)
Das erste halbe Jahr hatte ich es nur gemietet, dann aber doch recht flux fertig bezahlt, weil ich es um keinen Preis wieder hergeben wollte! Natürlich ist es ein digitales Exemplar (d.h. kopfhörertauglich), zumal ich ja Totalanfängerin bin und es meiner Vermieterin nicht zumuten könnte, mein tägliches Geklimper mit anzuhören.
Nach etwas Internetrecherche habe ich dann auch einen sehr netten Lehrer gefunden, der sich nun 1 x die Woche geduldig eine Stunde lang meinem noch recht unkoordinierten klanglichen Output aussetzt und versucht, ein wenig Struktur – man könnte in einem geradezu genialen Wortspiel auch sagen: ein wenig Hand und Fuss – in mein Spiel zu bringen.
Ich bin seit dem ersten Tag absolut süchtig und sitze fast täglich morgens und abends am Klavier, so wie es meine Freizeit zulässt. Ganz im Gegensatz zu Schulzeiten stecke ich nun auch freiwillig stundenlang mit der Nase in Büchern und vor dem Bildschirm und ziehe mir die Theorie rein: Harmonie, Melodie, Tonarten, Quintenzirkel, Intervalle, Notenwerte, Akkordprozessionen, punktierte Rhythmen – wie faszinierend das doch alles ist. Und so herrlich logisch! Da soll noch mal einer sagen, Musik und Naturwissenschaften hätten nichts miteinander zu tun! Ist ja letztendlich auch alles nur Interferenz von (Schall)Wellen – da musste ich erst Röntgenkristallographin werden, um das zu verstehen! ;-)
Leider kommt dann mit der motorischen Umsetzung des Ganzen der vielzitierte Unterschied zwischen Theorie und Praxis zum Vorschein: es ist ja eine Sache, einen viertönigen C-Dur Akkord zu verstehen - eine ganz andere ist es, ihn auf die Tastatur zu zaubern und den entsprechenden Wohlklang hervorzubringen.
Aber ich will mich nicht beschweren, nach nunmehr 11 Monaten fleissigen Übens bekomme ich schon eine Handvoll kleiner Stücke ganz passabel hin, und mein Lehrer meint sowieso, ich sei viel zu ungeduldig.
Naja, vielleicht schaffe ich es ja sogar, bevor das erste Unterrichtsjahr um ist, auch endlich „rechts“ und „links“ auf Dänisch auseinanderzuhalten....
Kürzlich habe ich dann von einem Bekannten erfahren, dass es anscheinend ein verbreitetes Symptom von „Frauen mittleren Alters“ sei, mit dem Klavierspielen anzufangen. Oh Gott, heisst das jetzt, es ist schon soweit? Beginnt hiermit offiziell meine Midlife-Crisis? Will ich mir meine Jugend bewahren, indem ich beidhändig auf schwarzen und weissen Tasten herumdrücke? Nach kurzem Grübeln habe ich beschlossen, dass das völliger Quatsch ist! Muss man in einer Identitätskrise stecken, um etwas Neues lernen zu wollen? Wenn dem wirklich so ist, rufe ich hiermit aus vollem Halse die Identitätskrise als Lebensmotto aus!
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit Wigald Bonings berühmten Worten: „Bleiben Sie neugierig!“
wie Ihr sehen könnt, bin ich zumindest am Tag 1 nach meiner Blog-Rückkehr noch wild entschlossen, meine „Carrie-Bradshaw-Fähigkeiten“ auszuloten.
Nach so langer Zeit der Blog-Abstinenz gibt es zum Glück so einiges, was mir da spontan an Themen einfällt.
Heute möchte ich mich über mein neues Hobby auslassen – wobei das nach fast einem Jahr nun auch nicht mehr wirklich neu ist: Ich habe jetzt nämlich ein Klavier! („Ein Klavier, ein Klavier, Mutter, wir danken Dir!“)
Das erste halbe Jahr hatte ich es nur gemietet, dann aber doch recht flux fertig bezahlt, weil ich es um keinen Preis wieder hergeben wollte! Natürlich ist es ein digitales Exemplar (d.h. kopfhörertauglich), zumal ich ja Totalanfängerin bin und es meiner Vermieterin nicht zumuten könnte, mein tägliches Geklimper mit anzuhören.
Nach etwas Internetrecherche habe ich dann auch einen sehr netten Lehrer gefunden, der sich nun 1 x die Woche geduldig eine Stunde lang meinem noch recht unkoordinierten klanglichen Output aussetzt und versucht, ein wenig Struktur – man könnte in einem geradezu genialen Wortspiel auch sagen: ein wenig Hand und Fuss – in mein Spiel zu bringen.
Ich bin seit dem ersten Tag absolut süchtig und sitze fast täglich morgens und abends am Klavier, so wie es meine Freizeit zulässt. Ganz im Gegensatz zu Schulzeiten stecke ich nun auch freiwillig stundenlang mit der Nase in Büchern und vor dem Bildschirm und ziehe mir die Theorie rein: Harmonie, Melodie, Tonarten, Quintenzirkel, Intervalle, Notenwerte, Akkordprozessionen, punktierte Rhythmen – wie faszinierend das doch alles ist. Und so herrlich logisch! Da soll noch mal einer sagen, Musik und Naturwissenschaften hätten nichts miteinander zu tun! Ist ja letztendlich auch alles nur Interferenz von (Schall)Wellen – da musste ich erst Röntgenkristallographin werden, um das zu verstehen! ;-)
Leider kommt dann mit der motorischen Umsetzung des Ganzen der vielzitierte Unterschied zwischen Theorie und Praxis zum Vorschein: es ist ja eine Sache, einen viertönigen C-Dur Akkord zu verstehen - eine ganz andere ist es, ihn auf die Tastatur zu zaubern und den entsprechenden Wohlklang hervorzubringen.
Aber ich will mich nicht beschweren, nach nunmehr 11 Monaten fleissigen Übens bekomme ich schon eine Handvoll kleiner Stücke ganz passabel hin, und mein Lehrer meint sowieso, ich sei viel zu ungeduldig.
Naja, vielleicht schaffe ich es ja sogar, bevor das erste Unterrichtsjahr um ist, auch endlich „rechts“ und „links“ auf Dänisch auseinanderzuhalten....
Kürzlich habe ich dann von einem Bekannten erfahren, dass es anscheinend ein verbreitetes Symptom von „Frauen mittleren Alters“ sei, mit dem Klavierspielen anzufangen. Oh Gott, heisst das jetzt, es ist schon soweit? Beginnt hiermit offiziell meine Midlife-Crisis? Will ich mir meine Jugend bewahren, indem ich beidhändig auf schwarzen und weissen Tasten herumdrücke? Nach kurzem Grübeln habe ich beschlossen, dass das völliger Quatsch ist! Muss man in einer Identitätskrise stecken, um etwas Neues lernen zu wollen? Wenn dem wirklich so ist, rufe ich hiermit aus vollem Halse die Identitätskrise als Lebensmotto aus!
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit Wigald Bonings berühmten Worten: „Bleiben Sie neugierig!“
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