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Dienstag, 16. März 2010
Winterimpression
Dienstag, 16. März 2010

Mein "Hausstrand" und die Århusienser Skyline im winterlichen Dunst eines kalten Februarsamstags.
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Aufgewacht!
Dienstag, 16. März 2010
So, nachdem mehr als ein ganzes Jahr ins Land gegangen ist, seit dem ich das letzte Mal einen Beitrag verfasst habe, sah ich mich vor die Wahl gestellt, den Blog ganz aufzugeben, oder mich doch wieder dazu durchzuringen, öfter etwas zu schreiben. Zu Ersterem konnte ich mich dann doch nicht entschliessen und versuche deshalb einen erneuten Anlauf, auch wenn ich mir natürlich die Frage stelle, ob man sich eigentlich diesem in unserer Zeit grassierenden Trend zum ‚Internet-Exhibitionismus‘ anschliessen sollte. Schliesslich hat mittlerweile fast jeder einen Blog oder eine Homepage, einschliesslich Extra-Seiten für Kinder und Haustiere, und postet die Einzelheiten über’s gestrige Mittagessen auf Facebook...
Lesen tut diese Form von Internet fast food ja letztendlich doch kaum jemand ausser einem selbst – oder vielleicht doch irgendwann der zukünftige Arbeitgeber, bei dem man damit ja nicht unbedingt Pluspunkte sammelt...
Doch ja, ich bekenne, auch ich habe ein Facebook-Profil und schaue sogar zur Zeit fast täglich einmal hinein – obwohl die Zahl meiner „Freunde“ (wie nennt man jetzt eigentlich die richtigen solchen?) mittlerweile auf stolze 61 angestiegen ist und deren täglicher Wahnsinn von vernachlässigten, grossäugigen virtuellen Aquarientierchen und Umfragen à la „Glaubst Du, dass Maike heute morgen geduscht hat?“ (ja, wirklich, das hab ich mir nicht ausgedacht!) mich immer öfter mit der Frage konfrontieren, ob ich meine Zeit wirklich mit der völlig sinnentleerten Aufgabe verbringen soll, mir den Quatsch durchzulesen. Haben die Leute heute kein richtiges Leben mehr?
Andererseits habe ich erst kürzlich mehrere lange verloren geglaubte Kontakte neu knüpfen können, und kann von diesem Gesichtspunkt aus dem Prinzip Facebook nicht ganz die Exitenzberechtigung absprechen. Dennoch, in Zukunft sollte ich es wohl lieber dabei belassen mein Profil dort quasi als „virtuelles Adressbuch“ zu verwenden und es nur dann aufzuschlagen, wenn ich jemanden wirklich kontaktieren will. Oder, wenn ich mal am Sonntagnachmittag schon alle Twittereinträge von Stephen Fry des letzten halben Jahres gelesen, alle Rosamunde Pilcher Filme gesehen, den Abwasch gemacht, staubgesaugt, Sport getrieben, sämtliche Freunde (also die echten) angerufen UND Klavier geübt habe, und tatsächlich nicht mehr weiss, was ich sonst noch tun soll, um die Zeit totzuschlagen....
Was für einen sinnvollen Grund kann es also noch geben, einen Blog zu schreiben?
Zumindest einer fällt mir ein: ich muss mittlerweile erschreckt feststellen, dass mir nach nun bald 2 Jahren Ausland tatsächlich deutsche Ausdrücke beginnen, abhanden zu kommen. So habe ich kürzlich bei einem Telefonat sekundenlang nach dem Wort „vertrauenerweckend“ gesucht... irgendwie unpassend, wenn man eigentlich gerade mitten in einem spannenden Gespräch steckt. Also, so scheint es, sollte ich mich wohl wieder etwas in meiner Muttersprache üben. Und wenn es die Chance gibt, dass da draussen tatsächlich jemand liest, was ich hier so verfasse, so ist das doch ein besserer Anreiz, als nur so vor sich hin zu schreiben – oder ständig nur auf Deutsch vor mich hin zu murmeln (obwohl ich mich dabei auch immer öfter ertappe).
Nun denn also: der (Neu)Anfang ist gemacht, und ich werde mal schauen, ob ich irgendwie diese „Carrie-Bradshaw“ Fähigkeit entwickeln kann, immer etwas aus dem täglichen Leben zu finden, worüber ich schreiben kann. Auch wenn das in New York wahrscheinlich leichter ist, als in Boomtown Århus.
Bis hoffentlich sehr bald,
Eure Maike
Lesen tut diese Form von Internet fast food ja letztendlich doch kaum jemand ausser einem selbst – oder vielleicht doch irgendwann der zukünftige Arbeitgeber, bei dem man damit ja nicht unbedingt Pluspunkte sammelt...
Doch ja, ich bekenne, auch ich habe ein Facebook-Profil und schaue sogar zur Zeit fast täglich einmal hinein – obwohl die Zahl meiner „Freunde“ (wie nennt man jetzt eigentlich die richtigen solchen?) mittlerweile auf stolze 61 angestiegen ist und deren täglicher Wahnsinn von vernachlässigten, grossäugigen virtuellen Aquarientierchen und Umfragen à la „Glaubst Du, dass Maike heute morgen geduscht hat?“ (ja, wirklich, das hab ich mir nicht ausgedacht!) mich immer öfter mit der Frage konfrontieren, ob ich meine Zeit wirklich mit der völlig sinnentleerten Aufgabe verbringen soll, mir den Quatsch durchzulesen. Haben die Leute heute kein richtiges Leben mehr?
Andererseits habe ich erst kürzlich mehrere lange verloren geglaubte Kontakte neu knüpfen können, und kann von diesem Gesichtspunkt aus dem Prinzip Facebook nicht ganz die Exitenzberechtigung absprechen. Dennoch, in Zukunft sollte ich es wohl lieber dabei belassen mein Profil dort quasi als „virtuelles Adressbuch“ zu verwenden und es nur dann aufzuschlagen, wenn ich jemanden wirklich kontaktieren will. Oder, wenn ich mal am Sonntagnachmittag schon alle Twittereinträge von Stephen Fry des letzten halben Jahres gelesen, alle Rosamunde Pilcher Filme gesehen, den Abwasch gemacht, staubgesaugt, Sport getrieben, sämtliche Freunde (also die echten) angerufen UND Klavier geübt habe, und tatsächlich nicht mehr weiss, was ich sonst noch tun soll, um die Zeit totzuschlagen....
Was für einen sinnvollen Grund kann es also noch geben, einen Blog zu schreiben?
Zumindest einer fällt mir ein: ich muss mittlerweile erschreckt feststellen, dass mir nach nun bald 2 Jahren Ausland tatsächlich deutsche Ausdrücke beginnen, abhanden zu kommen. So habe ich kürzlich bei einem Telefonat sekundenlang nach dem Wort „vertrauenerweckend“ gesucht... irgendwie unpassend, wenn man eigentlich gerade mitten in einem spannenden Gespräch steckt. Also, so scheint es, sollte ich mich wohl wieder etwas in meiner Muttersprache üben. Und wenn es die Chance gibt, dass da draussen tatsächlich jemand liest, was ich hier so verfasse, so ist das doch ein besserer Anreiz, als nur so vor sich hin zu schreiben – oder ständig nur auf Deutsch vor mich hin zu murmeln (obwohl ich mich dabei auch immer öfter ertappe).
Nun denn also: der (Neu)Anfang ist gemacht, und ich werde mal schauen, ob ich irgendwie diese „Carrie-Bradshaw“ Fähigkeit entwickeln kann, immer etwas aus dem täglichen Leben zu finden, worüber ich schreiben kann. Auch wenn das in New York wahrscheinlich leichter ist, als in Boomtown Århus.
Bis hoffentlich sehr bald,
Eure Maike
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